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Bildungsdarlehen | Zwei grundsätzliche Möglichkeiten und Arten von Kreditgebern

Ein Bildungsdarlehen kann den Abschluss eines Studiums beschleunigen

Ein Bildungsdarlehen kann den Abschluss eines Studiums beschleunigen
© Miodrag Gajic, Dreamstime

In puncto Bildungsdarlehen muss zunächst zwischen einem staatlichen Bildungsdarlehen und dem Angebot von Kreditinstituten unterschieden werden.

Staatliches Bildungsdarlehen

Der staatliche Bildungskredit wird Schülern und Studenten gewährt, die bereits einen Teil ihrer Ausbildung erfolgreich absolviert haben und ein bestimmtes Höchstalter bzw. eine bestimmte Höchststudiendauer noch nicht überschritten haben. Er ist unabhängig vom Einkommen der Eltern oder des Ehepartners. Die Kredithöhe liegt im vierstelligen Bereich und kann als monatliche Zahlung oder als einmalige Abschlagszahlung – für ausbildungsbezogene Anschaffungen/Ausgaben – beantragt werden. Der Antrag auf einen staatlichen Bildungskredit wird (online) beim Bundesverwaltungsamt (BVA) gestellt, das die Voraussetzungen prüft und bei positivem Ergebnis die Kreditvergabe durch die KfW veranlasst. Der eigentliche Vertrag wird dann mit der KfW abgeschlossen. Die Rückzahlung beginnt spätestens vier Jahre nach Abschluss der Ausbildung und muss – unabhängig vom tatsächlichen Einkommen – in einer festgelegten Mindesthöhe geleistet werden. Ist dies nicht möglich, kann eine Stundung beantragt werden; kann auf Dauer keine Rückzahlung geleistet werden, so tritt die Bundesgarantie für den Schuldner ein, allerdings ist dieser dann dem BVA gegenüber in der Rückzahlungsverpflichtung.

Bildungskredite anderer Kreditinstitute

Nicht nur die KfW, auch andere Kreditinstitute wie z. B. die Deutsche Bank oder die Sparkassen bieten spezielle Bildungsdarlehen für volljährige Schüler, Studenten oder Auszubildende an. Dabei handelt es sich in der Regel ebenfalls um Kredite, die nicht als Einmalzahlung vergeben werden, sondern in monatlich festgelegten Beträgen. Die Vergabe ist von verschiedenen Faktoren abhängig, so z. B. vom Alter des Antragstellers, vom Erreichen eines bestimmten Ausbildungsabschnittes, teilweise auch vom Nachweis besonders guter Leistungen. Bezüglich der Konditionen unterscheiden sich die Bildungsdarlehen vor allem im Hinblick auf die gewährte monatliche Auszahlungssumme und den Zinssatz, der auf den Rückzahlungsbetrag anfällt. Bildungskredite werden nach Abschluss in der Regel für eine bestimmte Phase der „Berufsfindung“ ausgesetzt, d. h., die Tilgung ist nicht sofort nach Beendigung der Bewilligungsphase erforderlich. Bezüglich der Zinssätze ist nicht nur die Höhe zu beachten, sondern auch, ob es sich um garantierte oder variable Zinssätze handelt.

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Dieser Beitrag wurde publiziert von am 21. Mai 2011 und abgelegt in der Rubrik Alles über Kredite. Schlagwörter zu diesem Artikel: ,

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